PANTELLERIA

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Beitragvon Kapitän » 13/10/2007, 14:30

es gab einfach keine Pläne für die Eroberung z.B. Malta´s.
Die italienschen Operationen waren alles überwiegend adhoc-Operationen, dass konnte ja bekanntlicher Weise nicht gut gehen...
ansonsten fehlte der italienischen Marine für größere und längere Operationen einfach auch der Treibstoff...
bis 1942 hatte man dann endlich einen Plan zur Landung auf Malta fertig - die Absage kam dann ja vom Führerhauptquatier wie wir alle wissen...

mit dem Rest stimme ich Dir auch zu - wenn die Nachschubkonvois spontan geplant und durchgeführt wurden, kam es kaum zu Verlusten...
wurden sie groß angekündigt (natürlich geplant usw...) gab es wieder Verluste - wie wir heute wissen, hatten die Briten den italienischen Marinecode geknackt...- also nicht nur - wie früher mal spekuliert - das Werk von Spionen im Marineministerium - Supermarina...
Zuletzt geändert von Kapitän am 13/10/2007, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.
Kapitän
 

Beitragvon Kapitän » 13/10/2007, 14:32

die Italiener nutzten übrigens auch ein Enigmaverschlüsselungsgerät - und jetzt wird wohl auch vieles klar denke ich, oder?
Kapitän
 

Beitragvon Kapitän » 13/10/2007, 14:40

besonders zu erwähnen wären da noch die T-Boote - z.B. bei der tapferen Verteidigung der deutschen Landungsflotte für die Landung auf Kreta

Die deutschen Gebirgsjäger haben den Kommandanten des T-Bootes enthusiastisch auf ihren Schultern gefeiert...
Kapitän
 

Beitragvon mhorgran » 13/10/2007, 15:56

Hallo Küstenjäger
Die it. Marine hatte ja nicht nur mit fehlendem Radar zu kämpfen. Die Zerstörer und Begleitfahrzeuge hatten ebenso selten ein Sonar.
Es fehlten oft genug "ganz normale einfache Dinge".

Ich bezweifel auch das sie "geschont" wurde. Schließlich kostet der Betrieb der Dickschiffe Heizöl, welches eben schon 1941 gespart wurde.
Ende 41 / Anfang 42 wurde zb jeder Konvoi mit einer Nah- (Zerstörer oder ähnliches) und Ferndeckung (Schlachtschiff, Kreuzer, Zerstörer) gesichert.

Dazu mußten die Dickschiffe auch zurückgehalten werden wenn britische Schlachtverbände zb. Maltaversorgung etc. ins Mittelmeer einliefen.

@Kapitän
ich glaub nicht das Konvoioperationen ad-hoc durchgeführt werden können. Du sprichst sicherlich auf die Tatsache an, daß Schiffe und Konvois oft durchkamen wenn sie nicht-geplante-Kursänderungen durchführten.
Das war dann eher ein Unterlaufen von Ultra.

Es war ja nicht nur der it. Marinecode geknackt. Auch der deutsche Funkverkehr war - oft genug - ein offenes Buch. Zwar nicht immer aber "immer öfter"
mhorgran
 

Beitragvon Kuestenjaeger » 13/10/2007, 16:13

mhorgan,das ist dann der Krieg des armen Mannes der mit zu grossen Gerät das Ganze versuchte anzugehen.
Fast jeder mit etwas Kleingeld in der Tasche könnte sich heute einen Porsche leisten,nur wer kann den unterhalten?
Da wäre dann zwar der Sprit da,aber bei dem Verbrauch irgendwann unbezahlbar für normale Mitbürger.

Warum wurde dann aber beim Unternehmen "Merkur" nur eine Handvoll kleinerer Einheiten zur Verfügung gestellt,die mussten dieses Verhalten der Führung ausbaden,indem sie einen fast undurchführbaren Kampf führen mussten,siehe versenkte Schiffsstaffeln.
Wo waren da die grossen Einheiten,da ja die britische Flotte dort im Einsatz war?
Und dann noch unter einem fast lückenlosen Luftschirm durch die Luftwaffe,daran war später ja nichtmehr zu denken.

Also so ganz greift Deine Aussage nicht mit dem Zurückhalten für wichtige Einsätze,denn nichtmal diese wurden genutzt.

Die meisten Leute hier im Forum dürften ja gelesen haben in der entsprechenden Literatur,das viele Konvois garnicht angegriffen wurden,da es extra unterlassen wurde,Ultra-Ergebnisse zu nutzen,sonst wäre es irgendwann doch aufgefallen.

Unser Käptn hat schon Recht,denn man muss ja bedenken,das auch nicht jeder Konvoi oder Geleitzug immer zu dem Zeitpunkt auslief,wo es vorgesehen war,z.B. wegen Maschinenschaden der Geleitfahrzeuge oder irgenwelchen Ursachen.
Da wurde bestimmt kurzfristig entschieden,das es vielleicht eher wieder in den Ausgangshafen zurückging,eher man sich der U-Bootgefahr aussetzt oder ähnlichem.

Es ging Ihm auch bestimmt eher um kleinere Geleite,nicht um die dicken Brocken.
Kuestenjaeger
 

Beitragvon mhorgran » 13/10/2007, 17:10

Unternehmen Merkus-
Wo waren da die grossen Einheiten,da ja die britische Flotte dort im Einsatz war?

das kann ich dir nicht beantworten.

Die meisten Leute hier im Forum dürften ja gelesen haben in der entsprechenden Literatur,das viele Konvois garnicht angegriffen wurden,da es extra unterlassen wurde,Ultra-Ergebnisse zu nutzen,sonst wäre es irgendwann doch aufgefallen.
Konvois mußten erst mit Luftaufklärung "erfaßt", sozusagen als "Beweis" für die eigenen und die Achse das die Luftaufklärung den Konvois aufgeklärt hat, dann konnte er - wenn Kräfte vorhanden waren angegriffen werden.


Achsen-Geleitzüge:
Deine Argumentation hackt aus folgendem Grund.
Selbst wenn ein Frachter nicht auslief, wurde dies per Funk, mindestens an den Zielhafen weitergegeben. Und im Vorfeld wurden schon Wochen vorher Funksprüche ausgetauscht wann welche Schiffe mit welcher Ladung aus- bzw. einlaufen würden.
Diesem Aspekt wird in Santorinis Buch "Ultra siegte im Mittelmeer" viel Raum geboten.

Da wurde bestimmt kurzfristig entschieden,das es vielleicht eher wieder in den Ausgangshafen zurückging,eher man sich der U-Bootgefahr aussetzt oder ähnlichem.
richtig, aber auch diese Änderungen wurden anderen relevanten Stellen mitgeteilt.
mhorgran
 

Beitragvon Kuestenjaeger » 13/10/2007, 17:27

Interessant für mich ist aber,das am Anfang fast alle Konvois durchkamen.
Hätten die Briten da schon richtig zugeschlagen,wäre es nicht annähernd zu Rommels Ruhm gekommen.
Kuestenjaeger
 

Beitragvon Kapitän » 13/10/2007, 17:47

@mhorgan
sorry, mit den Adhoc-Operationen meinte ich nicht die Konvoiplanung, sondern die ein oder andere Operation oder Kriegsführung ohne genau geplanten Operationsplan - z.B. das ital. Griechenlandabenteuer...

ansonsten gebe ich Dir völlig recht - wenn es zur ungeplanten Kursänderung im Konvoi kam, hatte dieser eine größere Chance durchzukommen...

@ Küstenjäger
Das mit der lückenlosen Luftüberwachung + Luftschirm war so eine Sache, diese hatte man den Italienern vor der Kap Matapan Seeschlacht auch zugesagt, dem war aber nicht so, nur deshalb ist übrigens die Hochseeflottte unter Admiral Jachino ausgelaufen, weil man ihm Luftunterstützung zugesagt hatte, wie das Drama endete ist uns ja im wesentlichen bekannt und die Tatsache, dass die Ital. zu diesem Zeitpunkt noch nicht über ein einsatzbereites Radar verfügte...
Sie waren Nachts deshalb total blind...
Kapitän
 

Beitragvon Kapitän » 13/10/2007, 17:50

Küsti - was meinst Du am Anfang?

Die Konvois kamen durch, als die Deutschen die absolute Luftherrschaft im Mittelmeer besassen und die Dickschiffe durch die ein oder andere Massnahme dezimiert oder zumindest ausser Gefecht gesetzt wurden, dazu gehörte auch der Einsatz der ital. Kampfschwimmer gegen Alexandria und die Ausschaltung der Valiant und Queen Elizabeth...
Kapitän
 

Beitragvon Kuno » 17/8/2008, 20:28

Description: Men of 1st Battalion, The Duke of Wellington's Regiment, advance past a burning fuel store on Pantelleria. Left to right: Lance Sergeant A Haywood MM, Private C Norman and Private H Maw. Sicily - 17 June 1943.

Source: IWMCollections IWM Photo No.: A 17916
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Re: PANTELLERIA

Beitragvon landser162 » 16/1/2019, 00:45

Hallo leute :D; mehr..............................................

Alliierte pflanzen Flagge auf dem ersten mediterranen Sprungbrett.

Quelle: http://www.freerepublic.com/focus/f-chat/3030263/posts

Grüße. Raúl M 8).
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Pantelleria kapitulierte und mit seiner Besetzung wurde anderes italienisches Territorium stärker gefährdet .......................
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Zerstörte italienische Flugzeuge am Flughafen Pantelleria, links ist der SM 79 Sparviero skelettiert, möglicherweise ein SM 82 rechts..............................................
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