Warum kam es zur Deutschen Invasion

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Beitragvon mbberlin » 31/5/2007, 16:22

Jepp. Ich frage meinen Lieblingsitaliener auch nur nach den Tagesspezialitäten und nicht nach seiner Meinung! 8)

(Sorry, schon wieder OT! Aber ich konnte einfach nicht widerstehen...)
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Beitragvon Kuno » 31/5/2007, 16:34

Der war wirklich gut!!!
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Beitragvon byron » 31/5/2007, 19:29

Die Soldaten Griechenlands wurden nach einem Befehl Hitlers freigelassen
als Ehrung ihrer Tapferkeit und Ritterlichkeit im Kampf.

Habe Belege der Befehle darüber in den KTB der 5. geb.Div. und werde sie posten sobald ich sie erörtere.
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Beitragvon katana » 1/6/2007, 13:18

Hallo,

Ich greife hier einige Aspekte auf.


Zunächst ist festzustellen, dass eine diplomatische Lösung von Berlin gesucht wurde. Griechenland hat die Gefahr, in den Sog deutscher Aggressionspolitik gezogen zu werden, bald erkannt. Mit ein Grund, weshalb auch nach dem Angriff der Italiener, die Griechen keine milit. Unterstützung durch die Alliierten anforderten. De facto blieben auch während der Kampfhandlungen mit Italien die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien zunächst bestehen. Griechenland versicherte Berlin zudem mehrfach, englische Einheiten auf seinem Gebiet nicht zuzulassen.

Letztlich war die Besetzung des griechischen Festlandes durch die deutsche Wehrmacht im Kontext des Russlandfeldzuges unumgänglich. Italien war ganz offensichtlich militärisch nicht in der Lage Griechenland ernsthaft zu bedrohen und lief sogar Gefahr aus dem Balkan ganz vertrieben zu werden. Eine nicht von Deutschland kontrollierte Südflanke "Barbarossas" war als Basis für militärische Operationen im Osten unhaltbar. Durch Mussolinis Alleingang war der Untergang Griechenlands bereits besiegelt. Genuin war eine Inbesitznahme Griechenlands durch deutsche Truppen jedenfalls nicht vorgesehen. Mussolini hat deutsche Stäbe von einem Angriff auf Griechenland nicht in Kenntnis gesetzt, wodurch diese inkl. Hitler vor vollendede Tatsachen gestellt wurden, die die militärischen Anstrengungen der Achsenstreitkräfte, vorallem Deutschlands, erheblich belasteten. Im Endeffekt war Griechenland militärisch völlig unbedeutend und besaß auch keine nennenswerten Ressourcenquellen. Daher wäre eine politisch-wirtschaftliche Kontrolle Griechenlands, wie sie von Deutschland vor dem ital. Griechenlandabenteuer praktiziert wurde, wesentlich sinnvoller gewesen. Griechenland war alleine schon durch seine geographisch exponierte Lage zu Zugeständnissen gezwungen.

Daher Aris, ist sehrwohl Mussolini als Hauptakteur bei der Besetzung Griechenlands zu identifizieren.



MfG
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Beitragvon byron » 1/6/2007, 14:18

Ohne weiteres richtig.
Hat allerdings dem Reich eine zweimonatige Verspätung, was den Angriff gegen die Sowietunion betrifft, gekostet; Wie auschlaggebend diese zwei Monate waren, teilen sich die Meinungen der Historiker. Kritisch waren sie auf jedenfall.
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Beitragvon Kuno » 2/6/2007, 11:15

@ Katana; danke für die Erläuterungen - das bestätigt meinen "Verdacht".

@ byron; diese 2 Monate waren sicher nicht unbedeutend!

Erstuanlich ist für mich immer wieder, wie solch eine grosse Operation der Italiener hat vorbereitet und gestartet werden können, ohne dass die Deutschen davon etwas gemerkt haben.
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Beitragvon byron » 2/6/2007, 11:27

Wir wussten schon längst dass uns die Italiener angreifen werden und haben uns entsprechend vorbereitet.
Die griechische Artillerie hatte ihre Ziele so gut vorgeübt, dass sie dann als die Kampfhandlungen begannen, in die Kopftöpfe der Italiener schiessen konnte.
Hier möchte ich noch folgendes notieren:
Unserer Gegner hat tapfer gekämpft, hatte uns aber unterschätzt und war den Schwierigkeiten der Berge und des Winters nicht gewachsen.

Wie ist es möglich dass es die Deutschen nicht gerochen haben?
Die Geheimdienste wussten es aber Hitler hatte Mussolini sehr vertraut.
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Beitragvon Kuno » 2/6/2007, 11:35

Die griechische Artillerie hatte ihre Ziele so gut vorgeübt, dass sie dann als die Kampfhandlungen begannen, in die Kopftöpfe der Italiener schiessen konnte.


Das ist natürlich blöd für den Angreifer. Man soll den Gegner nie unterschätzen....

...aber dieser Grundsatz war ja gerade Mussolini so ziemlich fremd.
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Beitragvon mbberlin » 2/6/2007, 11:50

Größenwahn in Verbindung mit ausgeprogter Naivität.

Frage: Hätte sich Italen überhaupt auf irgendwelche Sachen eingelassen, wenn man sich nicht sicher gewesen wäre, dass die Wehrmacht im Notfall eingreifen würde?
mbberlin
 

Beitragvon Kuno » 2/6/2007, 11:53

Albanien
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Beitragvon byron » 2/6/2007, 12:33

Tja,

In Albanien hatten sie ein leichtes Spiel. War kein organisierter Staat, kaum Armee, war ein Spaziergang.
Was ähnliches dachte Mussolini auch in GR anzutreffen. Sie wollten in den nächsten Tagen nach dem Angriff in Athen eine Parade machen, hielten die griechischen Offiziere für korrupt und kamen mit Mandolinen und Gittaren.
Sie bekamen ihre Antwort, haben uns aber dadurch ins Elend des Krieges gezogen.
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Beitragvon UmbBer » 4/6/2007, 00:00

Man muss auch denken das der einfache ital. Soldat hat nicht so viel Lust gehabt gegen die Griechen zu kämpfen. Das ist fast ein Bürgerkrieg.

Mussolini hat Griechland total unterschätzt. Er dachte wieder gegen Albanien zu kämpfen. Blöd ist das auch seine Generäle das gleiche gedacht haben. Und die Griechen die haben uns fast am Meer geworfen!

Trozdem, auch ohne Deutsche hätte Griechland nicht das Frühjahr überlebt. Nach der ersten Überaschung und dem Winter, waren die Italiener, unter dem Kommando von Cavallero schon mit anderer Organsation und verstärkten Truppen bereit.

Mitte April schaffen die doch die gr.Front zu durchbrechen. Die deutsche Ankunft beschleunigt nur die Kapitulation.
UmbBer
 

Beitragvon byron » 4/6/2007, 00:39

Glaub das nicht mein italienischer Freund,

Die Operation Primavera war ein totaler Fehlschlag, die Faschisten hatten keine Moral mehr und wechselten dauernd die Generäle.
Die Franzosen hatten damals Schilder an der italienisch-französischen Grenze gestellt mit der Aufschrifft:"Griechen Halt, hier beginnt das französiche Gebiet"
Ich habe aber gesagt, der italienische Soldat hat tapfer und fair gekämpft, er kämpfte aber für eine Sache die er innerlich nicht akzeptierte.
Wir dagegen kämpften für unsere Heiligtümer, Du weisst was ich damit meine.
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Beitragvon katana » 4/6/2007, 18:36

Hallo,

Ich kann hier "byron" absolut zustimmen.


@UmbBer

Deine Ansichten repräsentieren wohl eher ital. Wunschdenken. Vielmehr konnte das Commando Supremo zu keinem Zeitpunkt eine der militärischen und politischen Lage entsprechende Moral mobilisieren. Dies führte neben erheblichen Ausbildungs-, Material- und Konzeptionsdefiziten zu einem signifikanten Substanzverlust der ital. Kampfstärke. Demgegenüber besaßen die Griechen eine überlegene Kampfmoral, "byron" ist auf den Grund bereits kurz eingegangen, und auch die nötige militärische Planung zur Abwehr dieser unkoordinierten, oftmals geradezu stümperhaften ital. Offensivbemühungen.



MfG
katana
 

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