Thru the Cirenaica - Apr 1941

German Army

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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 5/1/2017, 15:16

Yes, could be. Cheers. Raúl M 8).
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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon Dobel » 6/1/2017, 17:18

Hello,

the SdKfz 10/4 shown in image076 is definitely not from FlaReg 33 as its license plate shows WH-... .
As both photographs offered by EBAY came from an album, whose original owner was with 3.Kp. LN-Abt. Afrika and was timely deployed to 21.PD for liaison reasons, the SdKfz should really belong to FlaBtl 606.

By the way, both photographs are now my property!

Best regards
Axel
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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon AndreasB » 6/1/2017, 17:55

Hallo Axel

Hat der Bilder aus dem Zeitraum der Winterschlacht 41/42?

Alles Gute

Andreas
http://crusaderproject.wordpress.com - A book project about Operation CRUSADER, die Winterschlacht in Nordafrika 1941/42
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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 6/1/2017, 20:53

Hello Axel :); thanks for shedding light on this. Cheers. Raúl M 8).
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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon Dobel » 6/1/2017, 21:46

Hallo Andreas,

die vielen Fotos aus diesem Album wurden fast vollständig im September 2016 verkauft. Die Information über die Einheit habe ich damals beim Verkäufer angefragt.
Ob irgendwelche Datumsangaben im Album vermerkt waren, kann ich nicht sagen. Die Fotos hatten teilweise Beschriftungen mit Ort und/oder Datum. Die hier eingestellten Fotos haben eine Datumsangabe: Auf image078 steht "Dezember 1941", auf image076 steht "Februar 42".
Zwei weitere Fotos mit Flugzeugen, die ich erwerben konnte, haben die Datumsangaben "Nov. 41" bzw. "Januar 1942".

Grüße
Axel
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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon AndreasB » 7/1/2017, 10:03

Danke Axel!

Also alles aus der Zeit CRUSADER.

Alles Gute

Andreas
http://crusaderproject.wordpress.com - A book project about Operation CRUSADER, die Winterschlacht in Nordafrika 1941/42
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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 9/6/2019, 20:22

Hallo leute :); mehr....................................

Rommels erste Afrikamonate.

Am 14. Februar 1941 fährt ein Truppentransporter am Wrack eines Lazarettschiffs vorbei in den Hafen von Tripolis. Rommels Soldaten drän­gen sich auf den Decks, um einen ersten flüchtigen Eindruck von Afrika zu erhaschen...Sie gehören zur Panzeraufklä­rungsabteilung 3 und zur Panzerjägerabteilung 39, der Vorhut von Rommels Streitmacht. Auf Befehl Rommels wird das Schiff ohne Rücksicht auf mögliche Luftangriffe noch in derselben Nacht bei Scheinwerferlicht entladen. 6000 Tonnen Kriegsmaterial werden in einer für diesen Hafen einmaligen Rekordleistung bis zum Morgen­grauen auf den Docks abgestellt: Lastwagen, Geschütze, Munition, gepanzerte Fahrzeuge, Zelte, Moskitonetze.

Am nächsten Morgen um 11 Uhr findet vor dem Regierungsgebäude eine Militärparade statt. Schneidig marschieren die deutschen Soldaten in ihren neuen Tropenuniformen und Helmen in der glühenden Sonne Afrikas unter den neugierigen Blicken von Italienern und Arabern an ihrem neuen Befehlshaber vorbei. Umgeben von imposanten italieni­schen Generalen nimmt Rommel in strammer Haltung und mit ernstem Gesicht die Parade ab.

Rommel hält eine kurze, forsche Ansprache, die deutsche und die italienische Nationalhymne werden gespielt, und dann fahren die Truppen direkt nach Osten. Dies war die erste einer ganzen Reihe solcher Paraden, denn von nun an kamen ständig neue Einheiten des Afrika-Korps in Tripolis an. Ihre Anzahl war gering, aber bald war es eine verschworene und schlagkräftige Elitetruppe, die Rommel so geschickt und unkonventionell führte, daß 18 Monate später Winston Churchill ausrufen sollte: »Rommel! Rommel! Rommel! -Ganz egal, wie, aber schlagt ihn!«

Der Wehrmachts-Chefadjutant Hitlers, Oberst Rudolf Schmundt wurde mit einem Bericht über Rommels Eindrücke nach Deutschland zurückgeschickt. »Tritt der Engländer sofort ohne Rücksicht auf Verluste zum entscheidenden Stoß auf Tripolis an«, schrieb Rommel, »so muß die Gesamtlage zweifellos als sehr ernst angesehen werden.« Zwei Tage später überreichte Schmundt Hitler den Bericht und schrieb anschließend an Rommel: »Am Sonntag (16. 2.1:941) traf ich auf dem Berghof ein, wo der Führer bereits auf Nachrichten fieberte! Ich habe nun alles in Ihrem Sinne berichtet, und der Führer war offensichtlich von der Initiative, mit der Herr General die Aufgabe angepackt haben, außerordentlich befriedigt. Er ist vollkommen auf den Kriegsschau­platz Libyen konzentriert und bangt nun erstmal um die nächsten 14 Tage.«

Quelle: http://www.nexusboard.net/adminthreads. ... did=296566

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Rommel in Tripolis (rechts stehend)...................................................
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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 23/6/2019, 17:44

Hallo leute :); mehr....................................

Rommels erste Afrikamonate.

Hitler bewilligte nach Darstellung Schmundts sämtliche Forderun­gen Rommels. Er stimmte sofort der Entsendung von panzerbrechen­den Waffen und Minen sowie der Verschiffung der schlagkräftigen Faust der 5. Leichten Division, des Panzerregiments 5, nach Libyen zu und einige Wochen später sollte die 15. Panzerdivision folgen.

Wenige Tage danach wurde das Panzerregiment der 5. Leichten Division im Hafen von Tripolis entladen. Der Anblick der deutschen Panzer, die mit rasselnden Panzerketten durch die libysche Hauptstadt rollten, stieß zuerst auf erstarrtes Schweigen, doch dann wurden Ausrufe des Erstaunens und des Beifalls in der Menge laut. Die Panzerkolonnen schienen auch tatsächlich kein Ende zu nehmen, zum Teil allerdings deshalb, weil Rommel schlauerweise befohlen hatte, wie bei einer »Armee« auf der Bühne, mehrmals um den Häuserblock zu fahren, bevor die Panzer nach Osten rollten. »Wir müssen den Feind über unsere Stärke - oder Schwäche - täuschen«, erklärte er gegenüber den Offizieren des Panzerregiments, »bis die fünfte Leichte Division vollständig gelandet ist.«

Aber er hatte noch andere Tricks in Reserve. Um die feindliche Luftaufklärung zu täuschen, ließ er Hunderte von Panzerattrappen aus Holz und Pappe bauen. Einige waren unbeweglich, andere wurden auf Volkswagen montiert. Lastwagen und Kräder kurvten systematisch zwischen ihnen hin und her, und Kampfwagen durchfurchten den Wüstensand, um Panzerspuren für die Luftaufklärung des Gegners vorzutäuschen.

In einer SDR Sendung über Rommel, durft noch ein britischer Veteran behaupten, daß man sich durch keinen der Rommeltricks täuschen ließ, weder die Staubmacherei, noch die Attrappen.

Doch im Kriegstagebuch der 5. Leichten heißt es: »Abgehör­te feindliche Funksprüche melden: Mittelschwere Panzer gesichtet. Das beweist, daß unser Täuschungsmanöver geklappt hat.«

Quelle: http://www.nexusboard.net/adminthreads. ... did=296566 (off-line)

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Rommel auf der ersten Militärparade in Tripolis......................................
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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 30/6/2019, 17:57

Hallo leute :); mehr....................................

Rommels erste Afrikamonate.

Anfang März 1941 waren Rommels Kenntnisse über die Engländer noch recht ungenau. Rommel berichtete über eine ziemlich rätselhafte Beobachtung im Hafen von Tobruk, der weit hinter den feindlichen Linien lag: »Hafen Tobruk sehr stark belegt mit Schiffen, und auch im Raum um Tobruk sind starke Ansammlungen von Truppen festge­stellt; ob es sich hierbei um Heranführung neuer Kräfte auf dem Seewege handelt oder Teile der bisher in der Cyrenaika kämpfenden Truppen zur Abfahrt bereitstehen und hier eingeschifft werden sollen, ist noch nicht klar zu erkennen.« Was Rommel nicht wußte: Die Engländer zogen ihre kampfkräftigsten Einheiten aus Libyen ab, um sie nach Griechenland zu schicken.

Daß also der Feind, den Sieg fast in der Tasche, aus Tripolitanien Truppen abziehen würde, war so unbegreiflich, daß Rommel nicht damit rechnete. Statt dessen beauftragte er General Johannes Streich - der eine Woche später angekommen war -, mit der Vorhut seiner 5. Leichten, das Gebiet entlang der Küste östlich von Sirte zu erkunden. Am 4. März erreichte Streich ohne Schwierigkeiten El-Mugtaa, ohne den Gegner auch nur gesehen zu haben. Hier liegt ein Salzsee, der sich von der Via Balbia bis weit ins Landesinnere erstreckt. Da er für Fahrzeuge praktisch unpassierbar ist, bot er eine Verteidigungsstel­lung, die Rommels strategische Lage erheblich verbesserte. Von neuem Mut erfüllt, schrieb er nach Hause: »Die Front ist jetzt 720 Kilometer ostwärts [...]. Meine Truppen kommen. Das Tempo ist das A und O.«

Aus den erhaltenen Dokumenten geht hervor, daß selbst Rommel von dem unbehinderten Vormarsch überrascht war. Am 5. März kündigte er bei einer Galavorstellung des Films Sieg im Westen in Tripolis seinen Zuhörern an, daß sie eines Tages einen Film mit dem Titel Sieg in Afrika sehen würden.

Als sich ein junger Oberleutnant, der gerade von den Engländern aus Eritrea vertrieben worden war, bei ihm als Ordonnanzoffizier meldete, prophezeite Rommel: »Wir werden bis zum Nil vorstoßen, machen dann eine Rechtswendung und gewinnen alles zurück!«

Das erste Angriffsziel Rommels war die Zurückgewinnung der Cyrenaika, das zweite Ziel der Nordteil Ägyptens und der Suezkanal. Der Suezkanal war aber 2300 Kilometer von Tripolis entfernt...

Quelle: http://www.nexusboard.net/adminthreads. ... did=296566 (off-line)

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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 7/7/2019, 17:37

Hallo leute :); mehr....................................

Rommels erste Afrikamonate.

Rommels Streitmacht war er den Engländern zahlenmäßig weit unterlegen, verfügte nur über ein Panzerregiment, zwei Maschinen­gewehrbataillone, zwei Aufklärungsabteilungen, drei Batterien Artil­lerie und eine Flakabteilung.

Voller Zuver­sicht schickte Rommel seinen Eroberungsplan für die Cyrenaika und den ägyptischen Großraum nach Berlin. General Franz Halder, Chef des Generalstabs, empfahl Hitler dringend, Rommels Plänen nicht zuzustimmen.

Aus Äußerungen, die Halder im August 1945 in einem Kriegsgefangenenlager machte und die über ein verstecktes Mikrofon von den Engländern abgehört wurden, geht deutlich hervor, daß er Rommel nicht ausstehen konnte. »In jener Zeit«, so Halder, »sagte ich immer wieder zu Feldmarschall von Brauchitsch, daß wir angesichts der Beherrschung des Mittelmeeres durch den Feind allerhöchstens drei bis vier Divisionen nach drüben schicken und versorgen könnten. Früher oder später würde sich die Situation sowieso gegen die Italiener wenden, aber je länger wir es hinausschieben könnten - vielleicht für ein paar Jahre -, desto besser. Rommel erklärte, er werde bald Ägypten und den Suezkanal erobern, und dann sprach er von einem Deutsch-Ostafrika. Ich konnte mich eines etwas ironischen Lächelns nicht erwehren und fragte ihn, was er für diesen Zweck brauche. Er meinte, er benötige noch zwei Panzerkorps. Ich fragte ihn: "Selbst wenn wir sie hätten, wie wollen Sie die unterhalten und versorgen ?" Darauf erhielt ich die klassische Antwort: "Das ist mir völlig egal".

Das aber ein Feldzug gegen die Sowjets geplant war, um den erkannten russischen Aufmarsches präfentiv zu zerschlagen, wurde Rommel nicht mitgeteilt. Rommel wurde deshalb angewiesen, seine derzeitige Stellung zu halten und lediglich örtlich begrenzte Gegenstöße zu unternehmen. Am nächsten Tag, dem 21. März, wurde dieser mündliche Befehl durch schriftliche Instruktionen nachdrücklich unterstrichen. Verärgert flog Rommel nach Nordafrika zurück und war entschlossen alles im seinem Sinne großzügig auszureizen.

Bei seiner Rückkehr nach Libyen stellte Rommel fest, daß der verlockende Rückzug der Engländer weiterging. Fast kampflos war am 24. März El-Agheila, ein schmutziges Wüstenfort mit Wasserstellen 30 Kilometer östlich von El-Mugtaa, in die Hände von Streichs Truppe gefallen. Die Engländer zogen sich 50 Kilometer bis nach Marsa El-Brega zurück. Diese arabische Ortschaft lag zwischen den Dünen entlang der Küste und bildete einen Engpaß, der verhältnismäßig leicht zu verteidigen war. Die Befehle aus Berlin lauteten, Marsa El-Brega aber nicht vor Ende Mai anzugreifen, selbst wenn die 15. Panzerdivision zur Verfügung stünde. Inzwischen war aber Rommels Horchkompanie eingetroffen, deren englisch sprechende Experten feindliche Funksprüche auffingen. Durch diese Funksprüche sowie durch Luftaufklärung wußte Rommel, daß sich der Gegner eingrub und Verstärkungen heranschaffte.

Quelle: http://www.nexusboard.net/adminthreads. ... did=296566 (off-line)

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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 14/7/2019, 21:16

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Rommels erste Afrikamonate.

Bis Mai konnten diese Stellungen uneinnehmbar geworden sein. Am 31. März befahl er Streich, entgegen den Anordnungen aus Berlin, Marsa El-Brega anzugreifen. Nach hartem Kampf gaben die Engländer ihre Stellungen fast fluchtartig auf. Rommel ließ sofort einen starken Minengürtel legen und Flakgeschütze aufstellen, um sie an einer Rückkehr zu hindern.

In bester Laune fuhr er am nächsten Mittag nach vorn zu Streichs Gefechtsstand. »Na, wann sehen wir uns in Agedabia wieder?« rief er. Agedabia war die nächste größere Stadt an der Via Balbia; sie lag 80 Kilometer entfernt weit hinter der von Halder festgelegten Linie. Streich wußte nicht, ob Rommel das ernst meinte, und fragte auch nicht danach. »Das könnte man sich überlegen«, antwortete er, indem er, so gut er konnte, auf den scherzhaften Ton seines Vorgesetzten einging.

Als Rommel fort war, befahl Streich am Morgen des nächsten Tages, des 2. April, weiter vorzurücken. Er unterließ es, Rommel zu unterrichten, und Rommel selbst vermied es ganz entgegen seiner Gewohnheit, vor 13 Uhr Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als Rommel dann plötzlich auf die Spitzen der 5. Leichten stieß, spielte er den Überraschten und rief Streich zu: »Was machen Sie hier?«

Seelenruhig entgegnete Streich: »Ich war der Auffassung, daß man einem Gegner, der sich auf dem Rückzuge befindet, keine Gelegenheit geben sollte, sich wieder zu setzen. Und so habe ich meine ganze Division herangeführt und greife augenblicklich Agedabia an!«

Ohne im geringsten ärgerlich zu werden, erwiderte Rommel wörtlich: »Das habe ich zwar nicht befohlen - aber ich bin mit Ihren Maßnahmen einverstanden.« So fiel also um 16 Uhr an jenem Nachmittag auch Agedabia. Rommel kehrte rechtzeitig zurück, um die große Neuigkeit zu hören. In seinem Buch Krieg ohne Haß nahm er den Ruhm nachträglich voll für sich in Anspruch.

Einige Zeit später spielte Rommel seinem Untergebenen übel mit, aber Streich grollte ihm nicht.

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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 4/8/2019, 19:24

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Rommels erste Afrikamonate.

Inzwischen hatte Rommel erkannt, daß die Engländer mit dem allgemeinen Rückzug von der Cyrenaika begonnen hatten; offensicht­lich bemühten sie sich verzweifelt, ihre verbleibenden Streitkräfte zu schonen. Agedabia war der Ausgangspunkt für ein halbes Dutzend die Halbinsel durchkreuzende Wüstenstraßen. Rommel war entschlossen, auf ihnen in Richtung Osten weiterzumarschieren. Am 2. April erhob Gariboldi in scharfer Form Einspruch: »Dieses ist entgegengesetzt dem, was ich bestimmt habe. Ich bitte Sie, mich zu erwarten, ehe Sie den Vormarsch fortsetzen.«

Rommel wartete nicht. Am 3. April entschloß er sich zu einem dramatischen Angriff in drei Stoßkeilen quer durch die Halbinsel. Wenn er schnell genug vorankam, konnte er hier vielleicht die gesamten feindlichen Streitkräfte vernichten. Der südliche Stoßkeil, der einer alten, unter dem Namen Trigh El-Abd bekannten Karawa­nenstraße folgte, würde die Halbinsel glatt durchschneiden; der Weg führte von Agedabia über Ben Gania, Bir Tengeder, Bir Hakeim und Bir El-Gubi bis zur ägyptischen Grenze. Zum Führer dieses aus Deutschen und Italienern gemischten Verbandes bestimmte Rommel den erfahrenen Oberstleutnant Graf Schwerin. Streich sollte eine andere Gruppe auf einer Parallelstrecke führen. Da Rommel von einem vorbeifahrenden italienischen Priester erfahren hatte, daß sogar Bengasi, die Hauptstadt der Cyrenaika, feindfrei sei, schickte er außerdem eine Aufklärungsabteilung auf der Küstenstraße direkt zur Hafenstadt. Um 22 Uhr fuhren die Verbände unter dem Beifall einer großen Menschenmenge, die die Straßen säumte, in die Stadt hinein.

Der erneute Besitzwechsel von Bengasi innerhalb von drei Monaten löste eine Orgie der Zerstörung und des Mordens aus. 4000 Tonnen italienischer Munition waren von den Engländern in die Luft gesprengt worden, und überall wüteten noch Brände in der Stadt. Ein deutscher Marinekommandant, der am nächsten Tag die Hafenkapazität für den Schiffsnachschub feststellen sollte, berichtete: »In Häusern selbst haben australische Truppen und Araber das meiste geraubt, italieni­scher Zivilbevölkerung mit vorgehaltenen Revolvern auch alle Wert­gegenstände abgenommen.«

Einer seiner Offiziere beschrieb ein Gebäude, das er beziehen sollte, mit den Worten: »Die Blutlache von den in unseren Diensträumen abgeschlachteten Mädchen habe ich vor der Beseitigung noch aufnehmen lassen.«

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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 18/8/2019, 15:22

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Rommels erste Afrikamonate.

In Berlin war man angesichts von Rommels Vormarsch bestürzt. Wie konnte der ungestüme General wissen, daß seine Erfolge in Nordafrika die monatelangen, bis ins kleinste vorbereiteten geheimen Planungen für Hitlers Eingreifen auf dem Balkan und in Rußland durcheinandergebracht hatten?

Nun entstand aber eine neue Lage, als die Masse der englischen Panzer von der Cyrenaika abgezogen wurde - den so gelang keine beabsichtigte englische Kräftebindung größeren Stils.

Am 3.April um 21 Uhr wurde Rommel von dem untersetzten italienischen Oberkom­mandierenden Gariboldi in seinem motorisierten Gefechtsstand in Agedabia gestellt. Wütend, die weiß behandschuhten Fäuste geballt, verlangte er absoluten Gehorsam. Rommel grinste nur. »Bedenken wegen der Versorgungslage sind unbegründet«, versicherte er. Fast kam es zu einer Schlägerei.

Der dreistündige Streit wurde durch den Funkspruch Keitels unterbrochen, der Rommel befahl, sich nicht von der Stelle zu rühren. Rommel las ihn und sagte dann zu Gariboldi, der »Führer« habe ihm »volle Handlungsfreiheit« gegeben. Dies war ziemlich weit entfernt von der Wahrheit, aber Gariboldi war nicht raffiniert genug, es zu merken.

Rommels eigene Kommandeure waren über den Plan erschrocken, sofort einen Vorstoß über die gesamte Wüstenhalbinsel zu unternehmen. Streich führte an, daß er mindestens vier Tage brauche, um die Vorräte seiner 5. Leichten wiederaufzufüllen. Deren Munitionslager befanden sich weit hinten am Arco dei Fileni (Marmorbogen), dem riesigen weißen Triumphbogen, den Mussolini 1937 an der Grenze zwischen Tripolitanien und der Cyrenaika hatte errichten lassen.

Rommel befahl Streich kurzerhand, sofort alle Troß-und Gefechtsfahrzeuge der Division mitten in der Wüste entladen zu lassen und sie leer zurückzuschicken; jeder Wagen sollte Ersatzfahrer mitnehmen, die von den Panzerbesatzungen zu stellen waren, und dann sollten in 24stündiger, ununterbrochener Fahrt Treibstoff und Munition von den Vorratslagern herangeholt werden.

Quelle: http://www.nexusboard.net/adminthreads. ... did=296566

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Panzerabwehrkampf im die Sand ....................
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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 25/8/2019, 20:34

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Rommels erste Afrikamonate.

Erschrocken warnte Streich: »Dann wird meine ganze Division mindestens einen Tag kämpf- und bewegungsunfähig sein.« Rommel blieb hart. »Das spart Blut und gewinnt uns die Cyrenaika!« erwiderte er. (Dieser Satz steht wörtlich im Kriegstagebuch des Afrika-Korps.) Insgeheim plante Rommel, sich dieses schwierigen Generals bald zu entledigen. Dann begann der Marsch durch die Cyrenaika.

Eine Woche lang zog Rommels kleine Streitmacht im April 1941 durch die Wüste, deren Mittagsglut die trockene Luft auf über 50 Grad Celsius erhitzte, während die kalten Nächte die Temperatur binnen einer Stunde bis auf den Gefrierpunkt fallen ließen. Überall gab es Sandvipern, Skorpione und lästige Fliegenschwärme. Der schlimmste Feind neben dem grausamen Durst waren die plötzlichen Sandstürme, die mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern Milliarden Tonnen heißen roten Sandes über die weite Wüste peitschten. Ein solcher Sturm konnte Tage dauern. Der feine Sand drang überall hinein - selbst in die Uhren der Soldaten. Er verstopfte die Filter der Motoren; er drang in Zelte, Augen und Nasen; er rann wie Regen an den Windschutzscheiben der Fahrzeuge hinunter und versperrte die Sicht. »Ich kann nicht weiter als drei Meter sehen«, schrieb einer von Rommels Kompaniechefs in sein Tagebuch. »Nachmittags läßt der Sturm, Gott sei Dank, etwas nach. Dann kriechen wir alle wie Maulwürfe aus unseren Löchern und fangen an, alles wieder auszugraben.«

Am 4. April marschierte Schwerins kleine Kampfgruppe bereits in Richtung Osten, die Halbinsel bis zur anderen Küste bei Tmimi zu durchschneiden, um dort die Küstenstraße gegen die zurückweichenden englischen Truppen zu sperren. Um 14 Uhr brach auch das Maschinengewehrbataillon 8 von Oberst Ponath zu seiner Fahrt in Richtung Osten durch die öde Wüste auf. Es hatte genug Treibstoff, Verpflegung und Wasser für weitere 500 Kilometer; sein Ziel war Derna, ebenfalls an der anderen Seite der Küste, etwa 60 Kilometer nordwestlich von Tmimi. Rommel hatte Schwerin verspro­chen, ihn aus der Luft zu versorgen. Da die Lastwagen der 5. Leichten Division noch nicht von ihren Vorratslagern zurück waren, suchte Rommel General Streich auf. Er fand ihn friedlich schlafend in seinem Kübelwagen, »Lassen Sie den Treibstoff aus Ihren Transportfahrzeu­gen in die Tanks der Kampfwagen und Panzer umfüllen«, befahl Rommel, »und setzen Sie sich sofort über Ben Gania zur Küste zwischen Derna und Tobruk in Marsch. Der Rest Ihrer Division kann nachkommen, wenn die Lastwagen mit dem Treibstoff wieder da sind.«

Besorgt unterbrach ihn ein italienischer General: »Aber dieser Weg ist eine Todespiste. Wir haben ihn bei unserem Rückzug vor zwei Monaten mit Thermosminen verseucht.« Rommel wischte die Beden­ken des Generals beiseite - es kündigte sich der erste hausgemachte Fehler an. Rommel der noch nie in Afrika war nahm den Rat eines Afrikaveteranen nicht an, der ihn auf Minen aufmerksam machte!

Quelle: http://www.nexusboard.net/adminthreads. ... did=296566

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Re: Thru the Cirenaica - Apr 1941

Beitragvon landser162 » 8/9/2019, 15:01

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Rommels erste Afrikamonate.

Bei schwindendem Tageslicht verließen die Fahrer, die alle nur das Fahren auf Europas bequemen asphaltierten Straßen gewohnt waren, die feste Straßendecke der Via Balbia und pflügten durch Wüstensand und über Steine. Streichs Panzer waren mit Ersatzleuten bemannt, da die Panzerfahrer unterwegs zum Treibstoffholen waren. Bald saßen die Wagenräder bis zu den Achsen im Treibsand fest. Die nachfolgender. Lastwagen versuchten auszuweichen, blieben aber auch stecken. Zugmaschinen wurden in der Dunkelheit hinausgeschickt, um sie wieder flottzumachen. Innerhalb weniger Stunden lag Streichs gesam­te Kampfgruppe bewegungsunfähig und weit verstreut auf der Piste.

Die Situation war ganz und gar verfahren. Streich ließ sämtliche Scheinwerfer einschalten und befahl den Lastwagenmannschaften, ihre Fahrzeuge gegenseitig herauszuziehen und in der Mitte zu sammeln. Bald waren die Wüstenwege nicht mehr zu erkennen. Auch die italienischen Landkarten erwiesen sich als unbrauchbar. Mit Kompaß und Gestirnpeilung gelang es einigen Truppenteilen, ein Stück voranzukommen. Aber die meisten saßen fest; hilflos dem Hunger und dem Durst in der Wüste ausgeliefert, blieben sie zurück. Plötzlich erleuchteten heftige Explosionen den Himmel: Die ersten Thermosminen waren hochgegangen. Ein Munitionsfahrzeug flog wie ein riesiger Feuerball in die Luft und erhellte in kilometerweitem Umkreis die Wüste. Bis zum Morgengrauen waren fast alle Einheiten General Streichs kampfunfähig und ohne Treibstoff.

Die Sonnenhitze verursachte gleichfalls Probleme. Bei Ben Gania konnten die Panzer nicht weiter, weil das Maschinenöl zu dünn wurde und zu kochen anfing. Funkverkehr gab es faktisch überhaupt nicht. Rommel hatte keinen festen Gefechtsstand und war unerreichbar. Ein fürchterliches Chaos drohte. Wie viele Fahrzeuge würden unter solchen Umständen überhaupt jemals die 300 Kilometer entfernte Küste erreichen? Rommel jagte in einer Ju 52 oder in einem Fieseier Storch kreuz und quer über die Wüste, um seine Truppen wieder in den Griff zu bekommen. Zweimal geriet er versehentlich in die Nähe feindlicher Verbände, die er für seine eigenen gehalten hatte. Er landete und beschimpfte Generale und Obersten, weil sie zu langsam seien und den Gegner nach Osten entwischen ließen. Eine Kampfgruppe hielt an, um eine kurze Ruhepause einzulegen. Da fegte der Fieseler Storch direkt über ihre Köpfe hinweg, und ein Stück Papier flatterte zu Boden. »Wenn Sie nicht sofort antreten, dann komme ich runter! Rommel«, stand darauf zu lesen. Hatten sich Truppenteile verirrt, so fand Rommel sie und schickte sie wieder in die richtige Richtung.

Diese logistische Marschkatastrophe in der Cyrenaika war eindeutig Rommels Fehler, der afrikaunerfahren glaubte alles besser zu wissen, obwohl ihm Italiener zur Seite standen, die ihn vor Gefahren warnten...

Quelle: http://www.nexusboard.net/adminthreads. ... did=296566

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