Unternehmen "Reisernte" - geplanter Küstenjägerein

Special Forces (Axis)

Moderatoren: trapperjoe, Kuno

Unternehmen "Reisernte" - geplanter Küstenjägerein

Beitragvon Kuestenjaeger » 9/1/2008, 15:01

Als Antwort auf Eure Anfrage
Kuno hat geschrieben:
Unternehmen "Reisernte" (Angriffe auf alliierte Handelsschiffe vor der afrik.Westküste) eingesetzt werden,Unternehmen wurde abgeblasen


Gibt es da etwas mehr darüber zu erfahren?


DAKKER hat geschrieben:Komm schon Küstenjäger - du musst doch als erster wissen, was die Küstenjäger so im Schilde führten!


wurde ich jetzt fündig im "Landungswesen" von Kugler!
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Urheber: Kptlt.v.Martiny

"Unternehmen "Reisernte" (Sonderverband Brandenburg Ia Nr.3/43 gKdos v.22.3.43 )

1.Schädigung der feindlichen Handelsschiffahrt durch Versenkung bzw. Beschädigung von Handelsschiffen an der afrikanischen Westküste

2. Sabotageunternehmen gegen Objekte und Häfen im gleichen Gebiet

3. nach Möglichkeit auch Angriffe auf feindliche Kriegsschiffe"

Den Küstenjägern sollte das in Tobruk versenkte,von den Deutschen geborgene MTB 314 (dt.RA 10).
Herstellung des Originalzustandes + zusätzliche Ausrüstung.

Vorschlag Verlauf:

1. Das Boot läuft aus Marseilles aus,ergänzt Brennstoff in Port Vendres (bzw. auf See in der Nähe von Malaga),durchfährt bei Nacht die Str.v. Gibraltar und ergänzt zum zweitenmal im Atlantik von einem U-Boot Brennstoff und Proviant.
Für das dritte mal ist eine Brennstoff- und Materialübernahme nach Ablauf von etwa 8-10 Wochen in der Nähe von St.Helena vorzusehen.

2. Fahrtstrecke: Westküste von Afrika,Bathurst,Monrovia,dann die Goldküste entlang bis zur Kongomündung.

3. Die wichtigsten Häfen werden angesteuert,kleine Spähtrupps mit dem Kanu zur Aufklärung ausgesetzt und je nach Möglichkeit der örtlichen Verhältnisse gehandelt;reine Sabotage-Unternehmungen mit dem als Segler getarnten RA 10.
Annäherung erfolgt immer unter Seglel bzw. unter Zuhilfenahme des Außenbordmotors nur als Unterstützung eines Segelmanövers bei ungünstigem Winde.

4. Nach einer Fahrt von etwa 6-8 Wochen wird auf dem Funkweg der Treffpunkt (mit dem Versorgungs-U-Boot) vereinbart und die Heimfahrt angetreten.
Rückfahrt je nach Lage und Befehl wieder unter Segel.
Ansteúerung der Strasse von Gibraltar oder der Westküste Frankreichs."

militärischer Kommandant Kptlt.v. Martiny

seemäniscvher Führer Lt.z.S.Brusgatis

11 Besatzungsmitglieder

7 Küstenjäger (inklusive 2 "Kampfdolmetschern" mit perfekten englischen und afrikanischen Sprachkenntnissen)

Am 27.3.43 teilte das OKM mit,das es RA 10 für ungeeignet hielt,es wurde ein Hochsee-Motorsegler angeboten.
Am 30.4.43 ging RA 10 dann bei einer Werftüberholung in Augusta durch Bombentreffer verloren.

Das Unternehmen "Reisernte" wurde weiterverfolgt,versucht werden sollte es mit zwei Hochseemotorseglern mit getrennten Zielen in Westafrika und Ostamerika.
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Ich hoffe,das Euer Wissensdurst zu "Reisernte" damit befriedigt wurde!
Kuestenjaeger
 

Beitragvon DAKKER » 9/1/2008, 15:34

"Kampfdolmetschern"


! Gab es dann vielleicht auch noch den "Panzer-Kampfdolmetscher"?
DAKKER
 

Beitragvon mbberlin » 9/1/2008, 15:40

"Kampfdolmetscher waren Muttersprachler aus dem Einsatzgebiet, die meist in ihren Heimatländern eine militärische Ausbildung durchlaufen hatten und teilweise hochqualifiziert waren. Bei Einsätzen hinter gegnerischen Linien fiel ihnen die Aufgabe zu für die Tarnung zu sorgen, zum Beispiel für den Fall, dass das Kommando von Militärpolizisten oder an gegnerischen Checkpoints angesprochen wurde. Da in solchen Situationen keine Rücksprache zwischen Kampfdolmetscher und deutschen Kommandotruppführer möglich war, lag bei den Dolmetschern oft eine große Verantwortung für die gesamte Einheit. Besonders an der Ostfront war die Zahl der Kampfdolmetscher mit zunehmender Kriegsdauer oft größer als die Zahl der eigentlichen Kommandosoldaten."

Brandenburger Wikipedia

Anmerkung KJ: Ich habe das mal richtig verpackt für Dich,musst nur im Editor auf Hyperlink klicken,mbberlin!
mbberlin
 

Beitragvon Kuno » 12/1/2008, 11:00

Wäre eine spannende Geschichte geworden. Aber so wirklich funktioniert hätte sowas doch wohl nicht; oder?
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