Unternehmen DORA (Abwehr, Amt ll)

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Unternehmen DORA (Abwehr, Amt ll)

Beitragvon Kuno » 2/11/2004, 17:16

Dachte, dass ich hierzu mal ein sparates Thema aufmachen könnte. Die entsprechenden Posts lasse ich aber beim SKdo DORA stehen, damit dort kein Durcheinander reinkommt...

Also:

2) Unternehmen DORA (Abwehr, Amt ll): Eine Einheit mit teilw. Kampfauftrag, die sich im Südwesten Libyens aufhielt und sogar nach ALGERIEN hinein operierte. Dazu ist mir allerdings keine Literatur bekannt - nur eine Website und ein paar Bemerkungen in Büchern.
Zuletzt geändert von Kuno am 17/4/2005, 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Kuno » 2/11/2004, 17:18

Damaliges Posting von Uwe Wiedemann:

Hallo Kuno,

zu Deinem DORA-Unternehmen Nr. 1:

Wissenschaftliche Unternehmung?
Ich dachte , das war ein Kommandoeinsatz der "Brandenburger" ( zbV 800 ).

Das Ganze fand ab Mitte Juni 42 statt unter Führung des ObLtn. von Leipzig, der ein Bein am ersten Tag des Rußland-Feldzuges verloren hatte und sich nach Genesung sofort wieder zur Truppe gemeldet hatte als Brandenburger.

Auftrag für die Brandenburger:
Von TRipolis aus tief nach Süden vorstoßen Richtung Tschad.
Erkunden, wie stark Feindbesetzung dort ( Freifranzosen).
Dann gewaltsame Störung der großen Nachschubstraße der Alliierten, die vom Golf von Guinea über den Tschad nach Port Sudan am Roten Meer lief.

Brandenburger: ca. 100 Mann

Ausrüstung u.a. Beutefzg. der Engländer, Jeeps mit Fla-MG (! , wohl von der brit. SAS kassiert), Funkwagen etc. sowie eine Beute - Spitfire als unverdächtiger Nahaufklärer ; diese wurde von einem Brandeburger-Hptm. geflogen.

Ab Murzuk ( letzter Außenposten der Italiener) sollte in 3 Trupps vorgegangen werden:
Trupp 1: gegen Tümmo-Gebirge, weiter zum Tassili-Plateau
Trupp 2: zum Tibesti-Gebirge
Trupp 3 : Richtung Ghat a.d. algerischen Grenze

Ziel war im Endeffekt Störung der Straße im Tschad und ( lt. Lit.-Quelle) in Nord-Kamerun.

Die Trupps wurden in Scharmützel mit freifrz. Truppen verwickelt; alle Gebirge im Süden Libyens waren von diesen Truppen besetzt.
Daraufhin wurde das Unternehmen abgebrochen.

Quelle:
H. Spaeter: "Die Brandenburger zbV 800 - eine deutsche Kommandotruppe "
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Beitragvon Kuno » 2/11/2004, 17:20

@ Uwe

...was du beschreibst war das Sonderkommando DORA (WEST).

(OST) war in HUN stationiert und ist von dort aus Richtung Süden vorgestossen.
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Beitragvon DAKKER » 19/11/2004, 11:37

Gab es diese Truppe denn überhaupt? Da müssten doch irgendwelche Unterlagen vorhanden sein?
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Beitragvon Kuno » 17/4/2005, 16:31

@ MICHA

Mal konkret die Fragen an dich als "DORA Senior Expert":

> Die Karten von SKdo DORA (Amt l) zeigen ja auch, dass diese Truppe nicht nur über MURZUK nach Süden vorgestossen ist sondern via UBARI, SERDELES bis hinunter nach GHAT fuhr.

> Weiter oben sagst du, dass (Amt l) auch eine HE-111 als Fotoaufklärer einsetzte.

1) Kann es sein, dass man hier irgend etwas prinzipiell verwechselt. Ich meine, dass es eventuell Unternehmen DORA(Amt ll) gar nie gegeben hat?

2) Die Silhouette der HE-111 gleicht der der SPITFIRE ziemlich gut (da das Spit-Design 1:1 bei Heinkel abgekupfert wurde). Könnte auch hier eine Verwechslung vorliegen? Die FFL-Posten im TIBESTI kannten bestimmt die Silhouette der SPITFIRE auf Grund der Überführungsflüge (TAKORADI Air Route). HE-111 tummelten sich aber doch sehr selten in der Gegend. Ausser DORA un BLAICH hat keiner je so einen Vogel so weit nach Süden gebracht.

3) Noch ein Argument für eine Verwechslung: SKdo DORA (Amt l) war ja wie die BRANDENBURGER der Abwehr unterstellt. SKdo DORA (Amt l) war aber nur eine temporäre Einrichtung. Die BRANDENBURGER tönen schon viel gefährlicher als DORA. Ich meine nur....vielleicht hat sich da auch einer was zusammengereimt wie ich beim "Sonderkommando SANDSEE"....

Was meinst du dazu?
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Beitragvon Kuno » 18/9/2006, 20:50

...äääh; Micha - da wären noch ein paar Fragen offen!
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Beitragvon Micha » 18/9/2006, 21:58

Nun, Kuno,

zu 1) und 3) wäre mitzuteilen, dass es zu viele Quellen und Archivalien gibt, als dass man das "Unternehmen Dora" der Brandenburger als Legende bezeichnen könnte. Ich denke, dass es authentisch war. Was Brockdorff allerdings draus gemacht hat, ist wohl eher Legende und als romanhaft zu bezeichnen.

zu 2): Die He 111 war um Einiges größer als die Spitfire. Außerdem flog sie nicht getarnt ohne Hoheitsabzeichen wie die Leute vom KG 200, sie hatte immer deutlich sichtbar das Michelskreuz gezeigt. So wurden sie tatsächlich auch mal beschossen (siehe Godec und den Marschbericht der He vom Nov. 42).

Gruß

Micha
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Beitragvon DAKKER » 19/9/2006, 11:14

...beim KG200 liest man aber immer wieder, dass die ihre Balkenkreuze auch selbst auf Beutemaschinen gepinselt hatten. Vielleicht ist es ja doch nicht so einfach, eine He111 von einer Spit so auf die Schnelle zu unterscheiden. Aber andererseits tönt doch wohl ein RR Merlin einiges giftiger als die Motoren eines Bombers...
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Beitragvon Kuno » 16/12/2006, 09:02

...in the meantime: Is there anybody new in this forum who could bringe some more light into this subject? :roll:
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